Wie leicht KI ausgetrickst wird

Wenn die künstliche Intelligenz bei der Gesichtserkennung ausgetrickst wird, kann das Ärger geben. Bei Verkehrsschildern wird es teuer. Gut funktioniert das Erkennen von Musik in Videos und das freut die Corona-geplagten Künstler. Wussten Sie, dass PDFs schlecht zum Lernen sind? So wie digitales Lernen in Indien läuft, wird das Land bald zum Vorreiter der Digitalisierung.

Getäuschte Gesichtserkennung
Künstliche Intelligenz wird beispielsweise eingesetzt zur Gesichtserkennung, wie am Flughafen am Check-in, dabei ist es essenziell, dass diese Systeme die Person fehlerfrei identifiziert. Der KI-Experte Steve Povolny von McAfee konnte nachweisen, dass die Gesichtserkennung noch lange nicht so fehlerfrei funktioniert, wie einige Tech-Pioniere sich das wünschen. Nachdem Povolny die KI mit Fotos von sich und einem Kollegen gefüttert hatte, stellte er sich vor die Kamera, um identifiziert zu werden. Jedoch, die KI war sich sicher, seinen Kollegen vor sich zu sehen. Die Universität Chicago hat ein Tool entwickelt, mit dem es möglich ist, ein Foto so leicht zu verändern, dass das menschliche Auge keinen Unterschied erkennt, eine Gesichtserkennungssoftware aber daran scheitert. Und auch Unternehmen stellen sich auf die Unzulänglichkeiten der Gesichtserkennung ein. So hat die Firma Kneron Masken entwickelt, mit denen es möglich ist, Künstliche Intelligenz auszutricksen. Glauben Sie also nicht alles, was eine KI berechnet hat.

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KI autonomer Fahrzeuge irrt zu oft
Künstliche Intelligenz wird auch bei selbstfahrenden Autos zur Erkennung von Straßenschildern eingesetzt. Dabei hapert es aber noch gewaltig, wie die Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut herausgefunden hat. Die Wissenschaftler platzierten kleine Aufkleber am Straßenrand, die von der KI fälschlicherweise als Straßenschilder identifiziert wurden. Künstliche Intelligenz sieht eben ganz anders als das menschliche Auge. Ein ähnliches Experiment führte die Universität Washington schon 2018 durch. Stoppschilder wurden mit kleinen Aufklebern versehen, die vorgaben, es würde ein Tempolimit von 45 Mph gelten. Und tatsächlich, die KI fiel darauf hinein. Im regulären Straßenverkehr wäre das ein fataler Aussetzer.

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ACRCloud erkennt Musik in Videos
Wir bleiben bei Künstlicher Intelligenz. KI wird eingesetzt, um Musikstücke in Videos zu erkennen, das nennt sich Audiofingerprinting und ist hinlänglich durch die App Shazam bekannt. Jetzt gibt es das chinesische Start-up ACR Cloud, das Audiofingerprinting auf die nächste Stufe heben will. Besonders interessant ist das Programm für die großen Musikkonzerne, die damit herausfinden können, wer ihnen alles Lizenzgebühren zahlen muss. Aber auch für Apps wie TikTok ist das Programm nützlich, weil damit die horrenden, pauschalen Lizenzgebühren wegfallen und nur noch das bezahlt werden muss, das auch angehört wird. Auch eine gerechtere Bezahlung für die Künstler könnte dadurch möglich werden.

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PDFs schlecht für Wissens-Transfer
Seitdem der Buchdruck vor 500 Jahren erfunden wurde, hat sich das Konzept Buch nicht wirklich weiterentwickelt und, statt dass Bücher an die digitale Welt angepasst werden, werden sie nur lieblos in meist schwer lesbare PDFs umgewandelt. Ein großer Fehler, findet der weltweit bekannte Usability-Experte Jakob Nielsen. Es gibt weder eine Navigation noch einen Zurück-Button, die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation würden überhaupt nicht ausgenutzt werden. PDFs nutzen eine veraltete Technik und das ist schlecht, sollen diese doch häufig zum Lernen genutzt werden. Es bleibt bei vielen PDFs offensichtlich, dass sie für das analoge Lesen konzipiert wurden.

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Google bietet Lernplattform für Schüler in Indien
Im Staat Maharashtra sollen in Zukunft 23 Millionen Schüler kostenlos die Möglichkeit bekommen, digital zu lernen. In nur 48 Stunden, nachdem Google die Lernplattform bereit stellte, hatten sich schon 150.000 Lehrer registriert. Mit Google Forms können Quiz und Tests erstellt werden. Mit Google Meet können Videokonferenzen durchgeführt und der persönliche Kontakt mit den Schülern gepflegt werden. Eine digitale Lernumgebung ermöglicht Google Classroom, wo Lehrer Übungsaufgaben für die Schüler erstellen und diese die Möglichkeit haben, bei Unklarheiten direkt beim Lehrer nachzufragen. In Deutschland hängt die Digitalisierung der Klassenzimmer dagegen weit zurück. Es fehlt an der nötigen Finanzierung, die nötig wäre, um ein reibungsloses digitales Lernen zu ermöglichen. Dass sich daran substanziell etwas ändert, ist derzeit nicht zu erwarten, mangelt es doch schon bei der Bezahlung von Lehrkräften.

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