Bezahlen mit Hand auflegen

Bei AmazonGo ist das CheckIn noch bequemer: Einfach Handfläche auflegen. Bald kommt das auch in Firmenfoyers und in Stadien. Amazon hat noch etwas: Für fünf Dollar gibt es monatlich eine individuelle Kleiderkiste. Und das obwohl SAP und Google ein Jahr Homeoffice verkünden. Microsoft hat dafür eine Lösung ohne Laptop. Und Alexa wird sich bald direkt in Gespräche einmischen. Damit’s daheim nicht langweilig wird.

Bezahlen mit Hand auflegen
Amazon testet mit seinen Amazon-Go-Geschäften neue Formen des Einzelhandels, die ohne Kassen auskommen. Der neueste Coup des Onlineversandhändlers nennt sich Amazon One, mit dem man mittels Handfläche bezahlen kann. Bei der Registrierung steckt man seine Kreditkarte in das Gerät und lässt den Scanner die Handfläche einspeichern, um die beiden zu verknüpfen. Ein Amazon-Konto ist dafür nicht notwendig. Der Vorteil, den die Handfläche als biometrisches Erkennungsmerkmal hat, ist der, dass die Kontrolle anonymer ist, als beispielsweise bei der Gesichtserkennung. Das könnte bedeuten, dass Kunden den Service bereitwilliger annehmen. Laut Amazon sollen schon mehrere Unternehmen Interesse an der Technologie bekundet haben und so werden wir vielleicht bald zur Identitätskontrolle in Stadien oder Büros unsere Handfläche nutzen. Denn wer will schon Gesichtserkennung haben?

Amazon kleidet Männer ein
Die wenigstens Männer können sich fürs Shopping begeistern. Das hat auch Amazon erkannt und bietet einen Service an, der Männern persönlich zusammengestellte Outfits nach Hause schickt. Für fünf Dollar im Monat stellt ein Stylist ein Outfit nach den persönlichen Vorlieben und für unterschiedliche Anlässe zusammen. Kuratiertes Einkleiden ins Digitale zu verlegen ist dabei keinesfalls eine neue Idee. Outfittery hat sich schon 2012 diesem Geschäftsmodell zugewandt und macht seitdem nur Verluste. Mittlerweile muss das Unternehmen sogar ums Überleben kämpfen und braucht dringend zehn Millionen Euro von Investoren. Noch ist der Service nur in den USA verfügbar, bald sollen aber auch international Männer einen Personal Shopper zur Seite gestellt bekommen.

SAP verlängert Homeoffice
Immer mehr Unternehmen verlängern ihre Homeoffice-Regelung. Jetzt zieht auch SAP nach und lässt seine Mitarbeiter bis mindestens Mitte 2021 von zu Hause aus arbeiten. Davor hatten schon Google und Facebook verkündet, ihre Homeoffice-Regelungen bis Juli 2021 zu verlängern. Twitter lässt seine Mitarbeiter sogar für die Zeit nach Corona frei entscheiden, ob sie im Homeoffice bleiben wollen. Der Personalchef Cawa Younosi von SAP Deutschland lässt gegenüber dem Handelsblatt verlauten „wer ins Büro kommen will, kann das im erlaubten Maße tun, aber wir wollen kein Risiko für die Mitarbeiter eingehen“. SAP kommt während der Corona-Pandemie ihre Erfahrung mit Homeoffice zu Gute. Seit Anfang 2018 bietet SAP seinen Beschäftigten an, einen Teil der Arbeitszeit im Homeoffice zu verbringen und so arbeiteten schon vor der Pandemie die Mitarbeiter im Durchschnitt 2,5 Tage in der Woche von zu Hause aus.

Microsoft killt Firmenrechner
Bei Microsoft sollen virtuelle Desktops die Firmenlaptops ersetzen. Firmenlaptops benötigen häufige Updates und sind anfällig für Sicherheitslücken. Die Alternative von Microsoft nennt sich Windows Virtual Desktop (WVD). Dafür kann man sich am eigenen PC in den virtuellen Desktop einloggen und transformiert ihn damit zum Firmenrechner. Das hat den Vorteil, dass Systemverwalter Richtlinien festlegen und Unternehmensanwendungen an die Mitarbeiter vergeben können, die diese gerade benötigen. Microsoft reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage von Mitarbeitern nach virtuellen Desktops im Homeoffice.

Alexa will mitreden
Amazon will seinen Sprachassistenten Alexa weiterentwickeln. So soll Alexa beispielsweise in Zukunft erkennen, ob Kinder im Raum sind und in dem Fall bestimmte Inhalte nicht ausspielen. Außerdem soll Alexa sich bald an Gesprächen unter Erwachsenen beteiligen. Amazon reagiert damit auf die Kritik, dass Alexa nur passiv Befehle empfängt und sich eher wie ein Hund verhält, der auf den nächsten Ruf des Herrchens wartet. In einem Beispielvideo zeigt Amazon, wie das aussehen soll. Dort beteiligt sich Alexa nach dem Kommando „Join our conversation“ an dem Gespräch und erkennt dabei, wann sie angesprochen wird. Wann wir in Deutschland mit Alexa Gespräche führen dürfen, steht noch nicht fest.

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